K+S verliert im Düngergeschäft

Der Kasseler Produzent K+S AG verbucht 2009 einen Einbruch im Düngergeschäft. Die  Umsatzgewinne bei Auftausalzen kompensieren wenig. Im Gesamtjahr 2009 hat K+S einen Umsatz von 3,6 Mrd. € erzielt, 26 Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem im Geschäftsfeld Düngemittel gab es mengen- und preisbedingte Rückgänge. Die rege Nachfrage nach Auftausalzen im zurückliegenden Winter, der K+S zeitweise kaum nachkam, änderte kaum etwas am Umsatzrückgang im Konzern. Das im Börsenindex Dax geführte Unternehmen K+S muss einen Rückgang von 82 Prozent beim operativen Ergebnis (Ebit) auf 239 Mio. € hinnehmen. Fast das gesamte Jahr 2009 war in den Werken Kurzarbeit angesagt, zusätzlich sanken weltweit die Düngerpreise. In der Sparte Stickstoffdüngemittel gab es einen Verlust von 108 Mio. €. Das operative Ergebnis im Geschäftsbereich Salz lag mit 140 Mio. € deutlich über den Zahlen von 2008. 

Das bereinigte Konzernergebnis nach Steuern erreichte im vergangenen Jahr 93,6 Mio. €, nach 979,3 Mio. € im Jahr 2008 und blieb damit noch im positiven Bereich. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen den Aktionären eine Dividende von 0,20 € je Aktie vor. Im Vorjahr waren es noch 2,40 €/Aktie. Schon für das laufende Geschäftsjahr 2010 rechnet K+S mit einer spürbaren Belebung der Nachfrage für Düngemittel. Umsatz und Konzernergebnis nach Steuern sollten nach Einschätzung des Vorstands, der heute in Frankfurt die Geschäftszahlen präsentiert, in diesem Jahr wieder steigen. (da)
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