Masterplan Salzreduzierung

K+S will Einschnitte nicht akzeptieren


Die Umweltminister der Flussgebietsgemeinschaft Weser haben heute den „Masterplan Salzreduzierung“ verabschiedet. Der Düngemittelproduzent K+S bezweifelt in einer ersten Stellungnahme, dass allein durch eine Reduzierung des Salzgehaltes der gute ökologische Zustand der Gewässer erreicht werden kann. Kritik übt das Unternehmen insbesondere daran, dass für die Realisierbarkeit wesentlicher Maßnahmen – wie zum Beispiel die Einstapelung von Salzabwässern unter Tage - derzeit noch keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen. Ungeachtet dessen unterstelle der Masterplan aber bereits jetzt ein positives Ergebnis. Der Plan sehe zur Zielerreichung sogar Einschnitte in die Kaliproduktion vor. „K+S wird einen derartigen Eingriff, dessen Verhältnismäßigkeit nicht geprüft worden ist, nicht akzeptieren“, kündigt das Unternehmen an.

Einstapelung von Salzabwässern zunächst prüfen

Hinsichtlich der Erfolgsaussichten bei der Einstapelung von Salzabwässern unter Tage beruhe der Masterplan auf Annahmen, deren Realisierbarkeit in den kommenden Jahren zunächst noch intensiv untersucht und geprüft werden müsse. K+S werde dies mit hohem Aufwand tun, versichert der Konzern. Erst dann werde Klarheit darüber bestehen, ob Salzabwässer in einer bisher weltweit nicht realisierten Größenordnung unter Tage sicher entsorgt werden können. Sollte die Einstapelung nicht oder nicht ausreichend erfolgreich sein, wäre die zeitgerechte Realisierung der Ergänzungs-Fernleitung an die Oberweser in einer ausreichenden Dimensionierung bis Ende 2021 ein wesentlicher Eckpfeiler des langfristigen Entsorgungskonzeptes, stellt K+S fest.

Einen Eingriff in die Produktion zur Erreichung politisch gesetzter Grenzwerte, deren Verhältnismäßigkeit nicht geprüft worden ist, werde das Unternehmen nicht akzeptieren. K+S werde sich deshalb eine gerichtliche Überprüfung ausdrücklich vorbehalten. (SB)
stats