Kursrutsch

K+S zeigt sich irritiert


Schlusskurse 30. Juli 2013
Unternehmen, Börsenstandort
Differenz zu Vortag in %
Uralkali, Moskau-17,53
K+S, Frankfurt-23,45
ICL, Tel Aviv-17,79
Mosaic, New York-17,28
PCS, Toronto-16,04
Agrium, Toronto-5,00
Quelle: Börsen, agrarzeitung.de
Am heftigsten hat es die deutsche K+S Aktiengesellschaft, Kassel, getroffen. Der Kurs an der Frankfurter Börse endete am Dienstag im Vergleich zum Vortag mit einem Minus von mehr als 23 Prozent. Aber auch die Papiere der anderen großen Kalianbieter standen an den Börsen in Moskau, New York, Tel Aviv und Toronto unter Druck (siehe Tabelle).

Ausgelöst worden ist der Kursrutsch am Dienstag durch eine Ankündigung der russischen Uralkali, ab sofort den Düngemittelvertrieb selbst in die Hand zu nehmen und nicht mehr wie bisher über die weißrussische Vertriebsgesellschaft BPC zu kanalisieren. Besonders heftig haben die Börsen offenbar auf Aussagen aus dem Moskauer Unternehmen reagiert, nach denen für Kalidüngemittel Preisdruck bevorsteht.

Äußerst irritiert zeigte sich die K+S. „Die kolportierten Preise für Kalidüngemittel sind für uns nicht nachvollziehbar und entsprechen aus unserer Sicht in keiner Weise der aktuellen Angebots- und Nachfragesituation", äußerte am Dienstag ein Sprecher des Kasseler Unternehmens. Die positiven mittel- und langfristigen Trends im Kalidüngemittelgeschäft hätten nach wie vor Bestand. (db)
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