Umsatz- und Ertragswachstum ohne wesentliche Neuinvestitionen sind das Ziel der KTG Agrar SE, Hamburg. Dazu beitragen soll die Hebung stiller Reserven.

Ein erster Schritt war der Verkauf und die Rückpacht für 18 Jahre von Ackerland in Litauen mit einem Erlös von rund 20 Mio. €. Der Verkauf weiterer Grundstücke sei denkbar, sagt CEO Siegfried Hofreiter. "Mit unserem Bestand an Eigentumsflächen von rund 6.000 Hektar verfügen wir über derzeit stille Reserven von etwa 100 Mio. €.“

Hofreiter geht von einer dynamischen Entwicklung auf dem Bodenpreismarkt aufgrund der knappen Ressource Ackerland aus. Die Ackerlandpreise in den neuen Bundesländern und in Litauen hätten sich in den vergangenen vier Jahren mehr als verdoppelt, heißt es.

Zudem versucht das Unternehmen, mit einem Tauschangebot für seine Anleihe mehr Kapital in die Kassen zu spülen. Die Inhaber der Unternehmensanleihe 2010/2015 mit einer Verzinsung von 6,75 Prozent p.a. sollen eine neue Anleihe mit einer Laufzeit von 5 Jahren erwerben, die 7,25 Prozent Zinsen p.a. verspricht.

Hofreiter kündigte weiterhin an: "Die Investitionsphase haben wir 2013 weitestgehend abgeschlossen“. In den kommenden Jahren sollen Kosten und Prozesse optimiert werden, die Eigenkapitalquote erhöht und die Fremdfinanzierung zurückgeführt werden.

Als Ziel für das Gesamtjahr 2014 wird aufgrund der erfolgreichen Geschäftsentwicklung und des Ernteausblicks von der Geschäftsleitung die Umsatzmarke von 200 Mio. € anvisiert. Für 2015 hat KTG Agrar bei stabilen EBIT-Margen 250 Mio. € geplant. (hed)
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