Halbjahres-Bilanz

KTG Agrar setzt auf Tofu und Logistik


Einen Umsatz von rund 250 Mio. € strebt der Agrar-, Nahrungsmittel- und Energieproduzent KTG Agrar SE für das gesamte Geschäftsjahr 2015 an. Damit würde das Vorjahresergebnis um gut 16 Mio. € übertroffen, teilte die Hamburger Unternehmensgruppe anlässlich der Vorstellung der Zahlen für das 1. Halbjahr 2015 mit. Der Bereich Nahrung werde dazu voraussichtlich 120 (Vorjahr: 103) Mio. € beitragen, das Segment Energie rund 80 (70) Mio. €, die verbleibenden knapp 50 Mio. € soll das Geschäftsfeld Agrar beisteuern.

Als Aufgaben für die Unternehmensgruppe identifiziert der Vorstandsvorsitzende Siegfried Hofreiter, Synergiepotenziale zu heben und Kapazitäten auszulasten. Synergien könnten im Bereich Logistik und Transport zwischen einzelnen Unternehmen der Gruppe gehoben werden, führte ein Sprecher auf Anfrage von agrarzeitung.de aus: „Wir denken da zum Beispiel ein Zentrallager.“ Durch die Auslastung von Kapazitäten im Nahrungsmittelbereich könnte der Umsatz in dem Segment von rund 100 Mio. € 2014 in den kommenden Jahren auf rund 200 Mio. € verdoppelt werden.

Hoffnungsträger Sojaanbau

Im Nahrungsmittelbereich sieht die KTG Gruppe Wachstumschancen über spezielle Verpackungsgrößen für Single-Haushalte und auch im Bereich der vegetarischen Ernährung. So baut die Unternehmensgruppe auf rund 6.000 ha Sojabohnen in Rumänien, Ostdeutschland und Litauen an: „Da wäre natürlich auch eine eigne Tofu-Produktion denkbar“, so der Unternehmenssprecher. Generell stecke im Sojaanbau noch Potenzial.

Im 1. Halbjahr 2015 hat die KTG Gruppe einen Umsatz von 113,2 (100) Mio. € erwirtschaftet, davon entfielen 59,3 Mio. € auf den Bereich Nahrungsmittel, 36,7 Mio. € auf das Segment Energie und 17,2 Mio. € auf die Agrarproduktion. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern Ebit gibt KTG mit 19,9 (17,3) Mio. € an.

Die KTG Agrar SE baut Marktfrüchte wie Getreide, Kartoffeln, Soja und Raps auf einer Fläche von 45.000 ha an. Außerdem erzeugt das Unternehmen Strom aus Erneuerbaren Energien. Die Nahrungsmittelproduktion deckt die Gruppe über die Unternehmen Frenzel Tiefkühlkost, Bio-Zentrale Naturprodukte, die Ölmühle Naturoel Anklam und den Frischedienst Linthe ab. (pio)
stats