Verkauf

KTG Agrar zieht sich aus Russland zurück


Die KTG Agrar trennt sich von seiner Beteiligung an der russischen Sojus-Gruppe, die auf Schweineproduktion spezialisiert ist. „Nach eingehender Prüfung haben wir die attraktive Kaufofferte unseres Joint-Venture-Partners angenommen“, erklärte Siegfried Hofreiter. Käufer ist die Tönnies Russland Agrar. Die Tochter des deutschen Fleischkonzerns erhöht so ihre Beteiligung von 65 auf 82,5 Prozent, teilte ein KTG-Unternehmenssprecher auf Anfrage von agrarzeitung.de mit. KTG Agrar werde in der Landwirtschaft wieder voll auf Deutschland und die EU-Mitgliedsstaaten fokussieren. „Mit unseren Nahrungsmitteln vom Feld auf den Teller ‚Made in Germany‘ haben wir damit für internationale Märkte ein starkes Alleinstellungsmerkmal", so Hofreiter. Mit dem Verkauf der Beteiligung an der Sojus-Gruppe fließen 20 Mio. € in die Kasse der KTG Agrar.

Vorstand wird verkleinert

In Zukunft werde sich das Unternehmen noch stärker auf den Anbau von konventionellen und ökologischen Agrarrohstoffen, die Herstellung gentechnikfreier Nahrungsmittel und die Produktion erneuerbarer Energie konzentrieren. Durch das Ende des Engagements in Russland werde das Osteuropa-Vorstandsressort nicht mehr benötigt. Ressortvorstand Benedikt Förtig werde deshalb das Gremium verlassen. Bereits Ende September schied Bernd Wigger aus dem Vorstand aus. Mit Abschluss der massiven Investitionsphase der KTG Gruppe sei der Vertrag zum 30. September 2015 planmäßig erfüllt worden. Wigger war für die Umsetzung der Expansion im Jahr 2011 aus dem Aufsichtsrat in den Vorstand der KTG Agrar SE gewechselt und werde jetzt wieder selbständig tätig sein und dem Unternehmen weiterhin beratend zur Verfügung stehen. Die KTG Agrar SE wird somit künftig von Siegfried Hofreiter (CEO) gemeinsam mit Ulf Hammerich (CAO) und Michael Schirrmacher (CHRO) geführt. (SB)
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