Am heutigen Donnerstagnachmittag kam die Nachricht: KTG Energie, die mittlerweile mehrheitlich der Gustav-Zech-Stiftung gehört, kann auf eine Restrukturierung hoffen. Zum Sachwalter hat das Insolvenzgericht in Neuruppin Prof. Torsten Martini, Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Leonhardt Rattunde in Berlin bestellt, gab KTG Energie in einer Adhoc-Mitteilung bekannt. Martini hatte sich in seinem Gutachten für die Fortführung des Sanierungsverfahrens in Eigenverwaltung ausgesprochen, das Insolvenzgericht ist ihm gefolgt.

Eigenverwaltung bei KTG Agrar gescheitert

Bei der einstigen Mutter KTG Agrar war die Eigenverwaltung indes gescheitert. Sie ist Experten zufolge nur dann sinnvoll, wenn – gerade bei mittelständischen Unternehmen – die vorhandenen Erfahrungen und Kenntnisse des Managements bei der Sanierung hilfreich sind. Bei KTG Agrar wurde wenig saniert: Sachwalter Stefan Denkhaus, der nun Insolvenzverwalter ist, hat alles verkauft, wofür er Abnehmer fand. So ging das Gros des Deutschland-Geschäfts an die Gustav-Zech-Stiftung, ebenso wie die Mehrheit an der KTG Energie.

Derzeit betreibt die das Unternehmen mit 100 Mitarbeitern Biogasanlagen an 21 Standorten, die sowohl aufbereitetes Biogas direkt ins Erdgasnetz einspeisen wie auch Biogas zur Stromproduktion nutzen. (sp)
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