Nachdem im Juli bereits KTG Agrar Insolvenz beantragt hatte, muss nun auch die Energietochter diesen Schritt gehen. „Der Vorstand der KTG Energie AG hat nach eingehender und sorgfältiger Prüfung heute die Zahlungsunfähigkeit der KTG Energie AG festgestellt und die Entscheidung getroffen, die Restrukturierung der KTG Energie AG im Wege der Eigenverwaltung fortzuführen“, teilte KTG Energie am Dienstagmorgen adhoc mit. Hierfür habe die Gesellschaft bei einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ein Gutachten in Auftrag gegeben, das die Zahlungsunfähigkeit der KTG Energie bestätige.

Ziel des Eigenverwaltungsverfahrens sei eine nachhaltige Sanierung der KTG Energie, hieß es. Zur Durchführung der Sanierung wurden bereits die Restrukturierungsexperten Dr. Thorsten Bieg und Dr. Gerrit Hölzle aus der bekannten Kanzlei Görg in Hamburg zu weiteren Mitgliedern des Vorstands bestellt. Einer der einstigen Partner und Namensgeber der Kanzlei ist kein anderer als Klaus Hubert Görg, der als Insolvenzverwalter von Karstadt Schlagzeilen gemacht hat. Mit der Unterstützung der neu bestellten Vorstandsmitglieder will die KTG Energie AG in den nächsten Monaten einen umfassenden Sanierungsplan erarbeiten. Das operative Geschäft der Gruppe laufe wie geplant weiter.

Die Energietochter von KTG Agrar, die ebenso wie das Gros des Deutschlandgeschäfts mehrheitlich an die Gustav Zech Stiftung verkauft wurde, ist stark von Substratlieferungen der KTG Agrar für ihre Biogasanlagen abhängig. Doch seit der Insolvenz von KTG Agrar kommen diese nicht mehr in gewohntem Umfang. (sp)
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