Zinszahlung

KTG vertröstet Anleger weiter


Der KTG-Vorstandsvorsitzende Siegfried Hofreiter versichert erneut, dass die Zinsen der Anleihe bald gezahlt werden.
-- , Foto: KTG Agrar
Der KTG-Vorstandsvorsitzende Siegfried Hofreiter versichert erneut, dass die Zinsen der Anleihe bald gezahlt werden.

Die Liquiditätsprobleme der KTG Agrar scheinen noch immer nicht gelöst zu sein. Anleger des Biowertpapiers II warten seit dem 6. Juni auf die fällige Zinszahlung in Höhe von insgesamt 18 Mio. €. Am Fälligkeitstag hatte das Unternehmen einräumen müssen, dass eine fristgerechte Zahlung nicht erfolgen werde. Den Anlegern wurde versichert, die Probleme binnen zwei Wochen zu lösen.

Anleihe wird im Juni 2017 fällig

Am Sonntag bat die KTG die Anleger erneut um Geduld. Nun heißt es, dass die Zahlung „noch vor der geplanten Hauptversammlung“ am 30. Juni erfolgen werde. „Wir versichern Ihnen, dass wir unsere ganze Anstrengung darin liegen haben, dies zeitnah zu realisieren“, heißt es in einem Schreiben des Vorstandes an Anleger, Aktionäre und Geschäftspartner. In den vergangenen zwei Wochen habe der Vorstand viele Gespräche geführt. „Durch abgeschlossene Vereinbarungen und erhaltene Zusagen gehen wir davon aus, dass die Zinszahlung in der prospektierten Nachfrist“ erfolgen werden. Die im Juni 2017 fällig werdende Anleihe hat ein Volumen von über 250 Mio.€.

AbL sieht Anfang vom Ende

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) sieht in der jüngsten Entwicklung den „mutmaßlichen Anfang vom Ende“ der KTG Agrar. Für den Fall, dass die KTG Agrar zusammenbrechen sollte, fordert die AbL die Bundesregierung und die ostdeutschen Landesregierungen auf, ihre bislang an die KTG verpachteten Bundes- und Landes-Agrarflächen keinesfalls an KTG-Nachfolgefirmen oder andere „Agrarindustrielle“ zu verpachten. Stattdessen sollte die Flächen gezielt an „mittelständische und dorfverbundene Bauernfamilien“ vergeben werden. (SB)
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