Nach dem gemessen am Ergebnis traditionell schwachen ersten Halbjahr (Juli bis Dezember) rechnet das Unternehmen aus Einbeck in Niedersachsen damit, im zweiten Semester in einigen Regionen weitere Marktanteile zu gewinnen. Grundlage für diese Prognose sei vor allem die hohe Anzahl an Vertriebsgenehmigungen für neue hochqualitative Sorten, die KWS Saat AG 2015 erhalten habe, heißt es im Geschäftsbericht. Entscheidend für den Erfolg werde jedoch die Entwicklungen von volatilen Währungen wie dem brasilianischen Real sowie die Liquiditätssituation der KWS-Kunden sein.

Da im ersten Semester lediglich das Getreidegeschäft zum größten Teil abgeschlossen ist und die Umsätze in der Sparte Mais und Zuckerrüben nur aus der Südhalbkugel fließen, drückt dies traditionell auf die Bilanz. Das Unternehmen schrieb deshalb vor Zinsen und Steuern einen Verlust von 106 Mio. €. Der Umsatz legte in der gleichen Zeit von 194 Mio. auf 220 Mio. € zu.

Insgesamt rechnet KWS damit, im Gesamtgeschäftsjahr eine EBIT-Marge (Gewinn vor Zinsen und Steuern) von mindestens 10 Prozent zu erreichen. Die Hauptmärkte für KWS befinden sich auf der Nordhalbkugel mit der Mais- und Zuckerrübenaussaat im Frühjahr. Das nordamerikanische Mais- und Sojageschäft steuert aber bereits Verkaufsgeschäft aus dem Dezember bei. Auch das europäische Rapsgeschäft ist positiv verlaufen. (sp)
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