KWS: Zuckermarktreform bringt bittere Klarheit

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Die KWS Saat AG, Einbeck, rechnet wegen der Reform der Zuckermarktordnung, dass ihr Umsatz mit Zuckerrübensaatgut im Geschäftsjahr 2005/06 schrumpft. Der Rückgang soll kompensiert werden durch höhere Verkäufe von Maissaatgut. Die KWS hat ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2004/05 abgeschlossen. Mit einem Umsatzzuwachs in der gesamten Gruppe von 11 Prozent auf 495 Mio. EUR sieht sich das Unternehmen für die Zukunft gestärkt. Allerdings wird sich das Wachstum im Segment Zuckerrüben, das 2004/05 rund 44 Prozent zum KWS-Umsatz beigetragen hat, 2005/06 nicht fortsetzen lassen. Vorstandssprecher Dr. Andreas Büchting rechnet mit einem deutlichen Umsatzrückgang, sagte er heute bei der KWS-Bilanzpressekonferenz in Hannover. Die Reform der Zuckermarktordnung bringe "bittere Klarheit" für Landwirte, Zuckerfabriken und Zuckerrübenzüchter.

Nach Prognosen der KWS könnte die Zuckerrübenanbaufläche in Deutschland schon im Frühjahr 2006 um 10 bis 15 Prozent eingeschränkt werden. In der gesamten EU-25 rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang um 15 bis 20 Prozent. Da die KWS schon 2004/05 ein Drittel ihres Umsatzes mit Zuckerrübensaatgut in Ländern außerhalb der EU-25 erwirtschaftet hat, hofft sie, auf diesen Märkten einen Teil des Rückgangs in der EU-25 auffangen zu können. Außerdem ist die KWS mit Maissaatgut auf Wachstumskurs. Optimismus für 2005/06 begründet die KWS mit einer erfreulichen Entwicklung in den USA sowie der guten Konjunktur für Mais als Biogasrohstoff in Deutschland. (db)

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