Jahresbilanz

KWS investiert kräftig

KWS will am Standort Einbeck die Forschungseinrichtungen erweitern.
-- , Foto: KWS
KWS will am Standort Einbeck die Forschungseinrichtungen erweitern.

Die KWS Saat AG präsentiert für das abgelaufene Geschäftsjahr 2013/14 ein Umsatzwachstum von knapp 3 Prozent auf 1,18 Mrd. €. Das Betriebsergebnis (Ebit) verringerte sich gegenüber der vorangegangenen Saison um 13,4 auf 138,4 Mio. €, was KWS mit gestiegenen Aufwendungen für Produktentwicklung und Vertrieb sowie ungünstigen Währungseffekten begründet.

Der Jahresüberschuss ging aufgrund steuerlicher Sondereffekte überproportional auf 80,3 (Vorjahr: 92,3) Mio. € zurück. Dennoch solle eine Dividende von unverändert 3,00 €/Aktie ausgeschüttet werden, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens.

Die Umsatzerlöse im Segment Mais gibt KWS für den aktuellen Berichtszeitraum mit 714,9 (701,7) Mio. € an. Ungünstige Währungseffekte, insbesondere aus dem US-Dollar-Raum, aber auch aus Südamerika und Osteuropa, hätten die operative Geschäftsentwicklung hier beeinträchtigt.

Südamerika entwickelt sich dynamisch

Besonders dynamisch entwickelten sich die südamerikanischen Absatzmärkte, aber auch in Europa konnte ein leichter Umsatzanstieg erzielt werden. Das Segmentergebnis (Ebit) stieg trotz erhöhter Aufwendungen für die Produktentwicklung und den Vertrieb um 9,4 Prozent auf 100,9 Mio. €.

Das Segment Zuckerrüben, welches auch das Pflanzkartoffelgeschäft der KWS beinhaltet, erzielte einen Umsatzanstieg um knapp 7 Prozent auf 351,1 Mio. €. In den Kernmärkten Nordamerika und EU-28 konnten die Umsatzerlöse durch das leistungsstarke Sortenportfolio erneut gesteigert. Das Ebit wird mit 70,1 (73,9) Mio. € angegeben.

Die Umsatzerlöse im Segment Getreide verminderten sich 2013/14 aufgrund reduzierter Konsumgetreidepreise um fast 4 Prozent auf 107,3 Mio. €. Zur Winteraussaat 2013/2014 hätten die Landwirte vermehrt auf eigenes, nachgebautes Saatgut zurückgegriffen. Das Ebit lag bei 17,1 (26,9) Mio. €.

Im laufenden Geschäftsjahr plane das Unternehmen, die Aufwendungen für Vertriebsaktivitäten sowie Forschung und Entwicklung erneut deutlich zu erhöhen. Die Erschließung junger Absatzmärkte und die Züchtung ertragsstarker neuer Sorten solle vorangetrieben werden.

„Um für das geplante Wachstum der kommenden Jahre gerüstet zu sein, müssen wir unsere Kapazitäten in der Saatgutaufbereitung in Nordamerika und Osteuropa erweitern", so Eva Kienle, CFO von KWS. Zusätzlich sollen die Forschungseinrichtungen am Standort Einbeck erweitert und der Aufbau des neuen Forschungszentrums in St. Louis/USA fortgesetzt werden.

Insgesamt rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2014/15 für die KWS-Gruppe mit einem Umsatzanstieg von 5 bis 10 Prozent. Angekündigt wurde die Umwandlung der KWS Saat AG in eine europäische Aktiengesellschaft KWS Saat SE. (Sz)
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