Jahresbilanz

KWS investiert umfangreich

Die KWS Saat SE präsentiert für das abgelaufene Geschäftsjahr 2014/15 ein Umsatzwachstum von 7 Prozent auf 1,26 Mrd. €. Das Betriebsergebnis (Ebit) gibt das Unternehmen mit 138,0 (Vorjahr: 138,4) Mio. € an. Wie KWS bereits Anfang September vorab meldete, habe es damit über den ursprünglichen Erwartungen gelegen.

Der Jahresüberschuss lag den Angaben zufolge bei 84,0 (80,3) Mio. €. Den Aktionären solle eine unveränderte Dividende von 3,00 €/Aktie vorgeschlagen werden. Investiert worden sind zuletzt knapp 141 Mio. € und damit etwa 70 Prozent mehr als in der Saison 2013/14.

Wachstum bei Mais in Amerika

Die Umsatzerlöse im Segment Mais gibt KWS für den aktuellen Berichtszeitraum mit 754,4 (714,9) Mio. € an. Insbesondere aus den Regionen Nord- und Südamerika kamen nennenswerte Wachstumsimpulse, während weltweit insgesamt rückläufige Anbauflächen zu verzeichnen waren. Das Segmentergebnis (Ebit) gibt KWS mit 84,2 (100,9) Mio. € an.

Im Segment Zuckerrüben, welches auch das Pflanzkartoffelgeschäft der KWS beinhaltet, wuchsen die Umsatzerlöse um 11 Prozent auf 390,5 Mio. €. Zu diesem insgesamt deutlichen Anstieg trugen insbesondere die positiven Entwicklungen in Nordamerika, Russland, der Türkei und Frankreich bei. Das Ebit stieg überproportional auf 93,0 (70,2) Mio. €.

Die Umsatzerlöse im Segment Getreide verbesserten sich um knapp 4 Prozent auf 111,3 Mio. €. Die Entwicklung sei trotz niedriger Konsumgetreidepreise bei Weizen, Gerste und Raps erfreulich verlaufen, bei Gerste seien die Umsätze gruppenweit sogar um rund 50 Prozent gestiegen. Das Ebit verringerte sich auf 12,0 (17,1) Mio. €.

„Unser strategischer Fokus liegt unverändert auf dem Ausbau unserer Geschäftsaktivitäten in unseren jungen Wachstumsmärkten und der Steigerung unserer bereits hohen Wettbewerbsfähigkeit in unseren Kernmärkten", erläutert Eva Kienle, KWS-Finanzvorstand. Dementsprechend würden die Aufwendungen für Forschung & Entwicklung sowie für die Vertriebsaktivitäten weiter erhöht. Diese Maßnahmen sollen von umfangreichen Investitionsvorhaben begleitet werden.

Blick auf Osteuropa und USA

Im Mittelpunkt stehen dabei insbesondere der Ausbau und die Modernisierung von Produktionsanlagen in den Wachstumsmärkten Ost- und Südosteuropas sowie den USA und die Erweiterung der Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen an mehreren Standorten. Insgesamt erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2015/16 ein weiteres Umsatzwachstum in einer Bandbreite von 5 bis 10 Prozent, bei einer Ebit-Marge von „mindestens" 10,5 Prozent. (Sz)

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