Die KWS Saat AG, Einbeck, will künftig in China und den USA weiter wachsen. Besonders bei Mais bieten diese Länder Wachstumschancen.  Die Entwicklung in den Segmenten Mais, Getreide und Zuckerrüben verlief im abgelaufenen Geschäftsjahr für das Saatgutunternehmen unterschiedlich. Philip von dem Bussche, Vorstandsvorsitzender der KWS Saat AG, sagte an Donnerstag in Frankfurt a.M., dass im Maisgeschäft 2009/10 „sehr schöne Wachstumsraten" erreicht wurden. Der Umsatz in diesem Segment belief sich KWS zufolge auf 413,4 Mio. €. Das entspricht einem Plus von 8 Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2008/09. Für die Zukunft erwartet KWS insbesondere in China und Nordamerika ein erhebliches Wachstumspotenzial für Maissaatgut. Mais sei zudem die Nutzpflanze, die wesentlich zum Umsatz des Bereichs Energiepflanzen bei KWS beitrage, erläuterte der Vorstandssprecher. Mit 125 Mio. € werde mittlerweile rund 17 Prozent des KWS-Jahresumsatzes in Höhe von 754 Mio. € mit Energiepflanzen erzielt. Hier habe Mais zur Biogaserzeugung das größte Potenzial. Dabei setzt das Unternehmen auf Energiepflanzen zur Bioerdgaserzeugung. Gerade „Bioerdgas kann langfristig subventionsfrei laufen", so von dem Bussche.

Die Entwicklung im Verkauf von Getreidesaatgut beschrieb Dr. Hagen Duenbostel, KWS-Finanzvorstand, indessen als „Wechselbad der Gefühle". Der Umsatz ging 2009/10 um 17 Prozent auf 70 Mio. € zurück. Grund hierfür seien niedrige Weltmarktpreise zur Herbstaussaat 2009 gewesen. 

Der Umsatz im Segment Zuckerrüben legte im Berichtszeitraum um 9 Prozent auf 247,4 Mio. € zu. „Unser Kernsegment Zuckerrüben hat sich sehr erfreulich entwickelt", betonte von dem Bussche. Dies gelte insbesondere für die USA und die gentechnisch veränderte Roundup-Ready-Zuckerrübe, während der Umsatz mit Zuckerrübensaatgut in Europa seit einigen Jahren stagniere. (sch)
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