Die globale Landwirtschaft steht vor enormen Herausforderungen. Mit Hilfe moderner Pflanzenzüchtung will die KWS Saat AG, Einbeck, zu deren Bewältigung beitragen. Um Herausforderungen wie die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung bei gleichzeitig begrenzter Ackerfläche zu bewältigen, sei weiterer Fortschritt auf der Fläche dringend notwendig, sagte Philip von dem Bussche, Vorstandssprecher der KWS Saat AG am Dienstag während des Agrarforums in Einbeck. Die Pflanzenzüchtung trage entscheidend zu den benötigten Ertragssteigerungen in der Landwirtschaft bei.

KWS werde die Grundlagenforschung inklusive der Biotechnologie mit der Pflanzenzüchtung am Standort Einbeck weiter ausbauen, bekräftigte von dem Bussche. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung seien von KWS in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesteigert worden. Im Geschäftsjahr 2010/11 hätten sie erstmals den Betrag von 100 Mio. € überschritten. Eine Verlagerung von Forschungsaktivitäten der KWS ins Ausland sei nicht beabsichtigt, sagte er mit Bezug auf die Entscheidung der BASF, ihre Forschung an gentechnisch veränderten Sorten in Deutschland zu beenden. Die grüne Gentechnik könne dazu beitragen, die zukünftigen Herausforderungen zu bewältigen, so von dem Bussche. Wenn man sich hierzulande entschließe, auf diese Technologie zu verzichten, müsse man zumindest wissen, was solch ein Verzicht kostet, sagte der Vorstandssprecher weiter. (sch)
stats