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Die am vorigen Freitag vom Bundestag beschlossene Novellierung des Gentechnikgesetzes bedeute für die betroffenen Wirtschaftszweige "einen Verzicht auf Innovation". Die KWS Saatgut AG, Einbeck, sieht den Forschungsstandort Deutschland gefährdet: "Forschungsarbeiten für die Praxis werden fortan in Deutschland auf dem Gebiet der Bio- und Gentechnologie nicht mehr möglich sein", so das Unternehmen.

Der Vorstandssprecher Dr. Andreas J. Büchting, führte dazu aus: "Für die deutsche Landwirtschaft wird das Gesetz einen jahrelangen Innovationsstau nach sich ziehen. Die ökologischen und ökonomischen Vorteile der Biotechnologie werden somit weiterhin dem Ausland vorbehalten sein, während wir diese Produkte in weiter zunehmendem Maße importieren." Die KWS könne künftig unter diesen rechtlichen Rahmenbedingungen keine entsprechenden Freilandversuche in Deutschland durchführen und innovative Sortenprodukte dieser Art nicht in den deutschen Markt bringen, so das Unternehmen weiter. (ED)

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