Halbjahresergebnis

KWS steigert Umsatz und mindert Verluste

Insgesamt konnte der Saatguthersteller seinen Umsatz um 27,6 Prozent auf 280,0 Mio. € steigern. Die Umsätze in Südamerika – insbesondere in Brasilien – wurden nach Angaben des Unternehmens deutlich ausgebaut. Auch das europäische Winterkörnerrapsgeschäft trug demnach zur Umsatzsteigerung bei. Dagegen sei das Wintergetreidegeschäft in Europa leicht rückläufig gewesen. Das vorsteuerliche Periodenergebnis (EBIT) erreichte -70,3 Mio. € und verbesserte sich damit um 33,9 Prozent.

Die Segmente
Im Segment Mais stieg der Umsatz im ersten Halbjahr um 56,3 Prozent auf 180,8 Mio. €. Dabei wurde das Maissaatgutgeschäft um 68 Prozent und das Ölsaatengeschäft um 35 Prozent ausgeweitet.

Nach Abschluss des Wintergetreidegeschäfts belief sich der Umsatz im Segment Getreide auf 83,4 Mio. € - ein Rückgang von rund 3 Prozent. Fast alle im Segment geführten Kulturarten gingen im Umsatz leicht zurück. Nur das Weizengeschäft wurde ausgebaut.

Im Segment Zuckerrüben erreichte der Umsatz knapp das Vorjahresniveau. Er belief sich auf 45,2 Mio. €. Die Umsätze aus dem Verkauf von Zuckerrübensaatgut stiegen um rund 17 Prozent an. Im Vorjahr waren noch Erlöse aus dem Pflanzkartoffelgeschäft in Höhe von rund 8 Mio. € im Segmentumsatz enthalten.

Weniger Verwaltungskosten und negative Währungseinflüsse

Im zum 31. Dezember 2016 beendeten ersten Halbjahr führte die Ausweitung der Umsatzerlöse bei verbesserten Herstellungskosten zu einem deutlichen Anstieg des Deckungsbeitrags. Die Aufwendungen für den Vertrieb wurden um 4,6 Prozent ausgeweitet, für Forschung & Entwicklung um 6 Prozent. Dagegen sanken die Verwaltungskosten um 8 Prozent. Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen fielen die negativen Währungseinflüsse wie bereits im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum geringer aus.

Auf das dritte Quartal kommt es an

"Insgesamt zeigt der Halbjahresabschluss eine sehr positive Entwicklung. Die stetige Umsatzausweitung in Brasilien ist für uns ein wichtiger Erfolg, zumal KWS hier noch nicht sehr lange im Markt aktiv ist", erläuterte Eva Kienle, Finanzvorstand der KWS SAAT SE, den Halbjahresabschluss. "Aber entscheidend für das Gesamtjahr ist das derzeit auf Hochtouren laufende Geschäft unserer Kernmärkte im dritten Quartal".

Für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2016/2017 zeichnet sich eine Ausweitung des Zuckerrübensaatgutgeschäftes aufgrund steigender Anbauflächen ab. KWS rechnet – bei leicht verbesserter Ertragserwartung – weiterhin mit einem Umsatzwachstum der KWS Gruppe von knapp 5 Prozent. Zum Ende des Geschäftsjahres wird die EBIT-Marge voraussichtlich mindestens 10,5 Prozent erreichen. (mrs)
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