Käfigverbot führt zu Eierimporten


Nach dem Verbot von traditionellen Käfigen für Legehennen geht das Eierangebot in der EU zurück. Die Lücke wird zum Teil durch Importe gefüllt. Ein Streit über das Käfigverbot ist zwischen der EU-Kommission und dem Europäischen Bauernverband (Copa) ausgebrochen. Der Bauernverband kritisiert Eierimporte aus Drittländern, die nicht die neuen Tierschutzstandards der EU erfüllen. Es sei grotesk, dass den Erzeugern in der EU durch das Käfigverbot Kosten von 5 Mrd. € aufgebürdet werden und gleichzeitig für Importe keine höheren Anforderungen bestünden, bemängelte Copa- Generaldirektor Pekka Pesonen. Die EU-Kommission gibt zunehmende Einfuhren aus den USA, Mexiko und der Türkei zu, hält dies aber für ein vorübergehendes Phänomen. Vor Ostern seien die Eierpreise und der Bedarf traditionell am höchsten im Jahr, argumentiert die Kommission, weshalb das Käfigverbot nur zum Teil für die Entwicklung verantwortlich gemacht werden könne. Nach drei bis vier Monaten sei die Anpassung vollzogen. Die Kommission geht dennoch von einem Rückgang der Eiererzeugung in der EU von 2,5 Prozent in diesem Jahr aus, was aber die Preise nach ihrer Ansicht kaum beeinflusse. (Mö)
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