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Vor einer Verlagerung der Eierproduktion ins Ausland in Folge des Käfighaltungsverbotes, warnt Sachsens Landwirtschaftsminister, Steffen Flath. Die Legehennenhaltung müsse frei und ohne "ideologisch geprägte Auswüchse" neu diskutiert werden. Flath begrüßte in diesem Zusammenhang die Entscheidung für die "Kleinvoliere", die auf der Agrarministerkonferenz in Osnabrück am vergangenen Freitag getroffen wurde. Die Minister hätten den Weg für eine "tierschutzgerechte und wettbewerbsfähige" Legehennenhaltung geebnet. Untersuchungen der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft, Dresden, und des Sächsischen Geflügelwirtschaftsverbandes e.V., Altenbach, hätten allerdings ergeben, dass ein Käfighaltungsverbot mit dem Abbau von 130 bis 300 sächsischen Arbeitsplätzen verbunden sein werde. Der Tierbestand werde sich durch eine Umstellung auf alternative Haltungsformen um bis zu 65 Prozent reduzieren. Flath führt weiter aus, dass die Bundesregierung von einem sinkenden Selbstversorgungsgrad bei Eiern ausgehe, was zu steigenden Importen führen werde. Dabei sei davon auszugehen, dass "ein Großteil der Importe aus der Käfighaltung stammen wird". (ED)
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