Kalidünger mit Spielraum nach oben

Hohe Erlöse für landwirtschaftliche Produkte wirken sich auch auf die weitere Entwicklung von Kalipreisen aus. Der Düngemittelhersteller K+S AG, Kassel, rechnet mit einem Anstieg in den kommenden Monaten. Der Agrarboom bietet Spielraum für weitere Preiserhöhungen, vor allem weil die Kalikapazitäten begrenzt sind. Diese Einschätzung äußerte  K+S-Finanzvorstand Jan Peter Nonnenkamp in einem Interview mit der „Börsen-Zeitung".„Die Preise für Agrarerzeugnisse sind und bleiben voraussichtlich hoch. Die Fundamentaldaten für unsere Branche sind und bleiben also sehr positiv", erläuterte Nonnenkamp für das im deutschen Börsenindex DAX geführte Düngemittelunternehmen. 

K+S hatte im Sommer die Kalipreise in Europa, China und Indien erhöht. Nonnenkamp ging im Gespräch auch auf die Zukunft des Tochterunternehmens K+S Nitrogen ein. Das Mannheimer Unternehmen verkauft Stickstoffdünger aus der Produktion der  BASF SE, Ludwigshafen. Ein Liefervertrag besteht bis zum Jahr 2014. Allerdings steht BASF kurz vor dem Abschluss über den Verkauf seiner Düngemittelanlagen in Antwerpen und Frankreich. Dies hätte unmittelbar Auswirkungen auf das Stickstoffgeschäft von K+S Nitrogen. „K+S Nitrogen verfügt über eine ausgesprochen schlagkräftige Mannschaft und arbeitet profitabel", sagte Nonnenkamp. „Alle Optionen liegen auf dem Tisch, wir schließen nichts aus und werden sehen, was das Beste ist. (da)
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