Nährstoffversorgung

Kalk für gesunde Gerste

Die Folgen von Kalkmangel sind vielfältig, so wird es im Fachforum 'Pflanzenbau Live' heute auf der Agritechnica in Hannover deutlich. "Zwar ist Kalk nicht alles, aber ohne Kalk ist alles nichts", fasst Oliver Borowy, Gebietsverkaufsleitung Düngekalk Vereinigte Kreidewerke Damman, die Wichtigkeit des Bodennährstoffs zusammen. Und tatsächlich könnte sich der Ertrag auf landwirtschaftlichem Boden noch deutlich steigern, denn bisher sind 45 bis 50 Prozent noch nicht optimal mit Kalk versorgt, so Borowy.

Kalkarmer Boden ist verglichen mit einem kalkreichen, verdichtet und porenarm. Unter solchen Bedingungen bilden sich nur schwache, dünne Wurzeln aus. An diesem Vergleich wird besonders deutlich, dass eine schlechte Bodenstruktur, auch kaum eine gesunde und robuste Pflanze erzeugt. Fehlt es an Kalk, sinkt der pH-Wert, der Boden versauert. Das macht besonders Luzerne, Gerste und Zuckerrübe zu schaffen, erklärt Borowy.

Außerdem könne der Boden nicht verkrümeln, wenn Calciumionen fehlen, denn diese bilden normalerweise Brücken mit anderen Bodenpartikeln. Diese sichtbare Verkrümelung, schafft luftige Poren im Boden.

Die passende Technik, um den Kalk auf den Acker zu streuen, muss große Streuscheiben mit Wurfschaufeln haben, erklärt Georg Englert, Hufgard Technik. Je nach Bedarf müssen 80 bis 3.000 kg/min über die Wurfschaufeln auf den Acker gebracht werden. Je schneller die Mascheine fährt, desto schneller muss auch das Band laufen, damit eine entsprechende Menge ausgebracht wird. Für die Zukunft werde eine teilflächenspezifische Kalkung immer wichtiger, schätzt Englert. Daher sieht er als nächsten wichtigen Schritt die Erstellung von Düngekarten. (has)
stats