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Mehr als 1.000 Landwirte und Mitarbeiter in Zuckerfabriken, die ihre Existenz durch die anstehende Reform der Zuckermarktordnung gefährdet sehen, haben sich heute in Berlin getroffen. Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast musste sich vor dem Forum der "Aktion Existenzfrage Zucker" (AEZ) zu ihren Positionen für die zukünftigen Verhandlungen äußern. Sie sagte, dass der Zuckermarkt an die Regelungen der Agrarreform für die anderen landwirtschaftlichen Märkte angeglichen werden solle. Konkrete Vorschläge werde der nächste Agrarrat (vermutlich Anfang Dezember) erarbeiten lassen. Die AEZ ist ein Bündnis von Deutschem Bauernverband, Wirtschaftlicher Vereinigung Zucker, Arbeitsgemeinschaft Deutscher Rübenanbauverbände und Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Redner bewerteten die Reformpläne als existenzbedrohend sowie überzogen und lehnten sie ab. Diese Veranstaltung soll nur ein erster Schritt auf einem langen Weg für die Sicherung der deutschen Zuckerproduktion gewesen sein, hieß es seitens der Vertreter der AEZ. (GH)
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