Kanada besorgt um Fleischexport


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Kanadas Agrarminister Gerry Ritz sorgt sich um den Absatz von kanadischem Schweinefleisch am Weltmarkt. Er hat die kanadische Bevölkerung aufgerufen, mehr Schweinefleisch zu verzehren. Nachdem der Grippevirus A/H1N1 schon in der vergangenen Woche in Kanada bei Menschen gefunden wurde, ist er am Wochenende auch in einem Schweinehaltungsbetrieb in der Provinz Alberta nachgewiesen worden. Ritz hat gestern erneut bekräftigt, dass die Nahrungsmittelsicherheit durch die Grippefälle nicht beeinträchtigt ist. Dessen ungeachtet haben seit dem Bekanntwerden der Influenza A/H1N1 beim Menschen zahlreiche Länder Importverbote für Schweinefleisch verhängt. Sie betreffen vor allem Mexiko sowie Teile der USA und Kanadas. Überwiegend handelt es sich um unbedeutende Importländer wie muslimische Staaten, wo nur eine Minderheit Schweinefleisch verzehrt. Schmerzhaft dagegen sind die Importverbote Russlands und Chinas. Russland ist weltweit zweitwichtigstes Importland für Schweinefleisch, China rangiert 2009 auf Platz 7. Kanada wiederum ist im globalen Maßstab drittwichtigstes Exportland. Der kanadische Landwirtschaftsminister verweist wiederholt darauf, dass solche Importverbote unbegründet und nicht mit den Regeln der Welthandelsorganisation WTO konform seien. (db)
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