Kanadas Weizenernte fällt zurück

Die Aussichten für die US-Weizenernte verbessern sich deutlich. Dagegen ist in Kanada eine kleinere Erzeugung zu erwarten. Die Preisprognosen zeigen eine weite Spanne. Mit einer US-Weizenernte 2011 von mehr als 57 Mio. t rechnet das amerikanische Landwirtschaftsministerium USDA im heute veröffentlichten Monatsbericht. Das wären zwar 5 Prozent weniger als 2010. Vor einem Monat hatte das USDA jedoch noch einen größeren Rückgang geschätzt. Mittlerweile sind in den USA die Aussichten vor allem für Winterweizen günstiger.

Die globale Weizenerzeugung in der Saison 2011/12 schätzt das USDA allerdings niedriger als im Juni und hat die Prognose zur Erzeugung auf 662 Mio. t gesenkt. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich nur ein kleiner Zuwachs um 2 Prozent. Zur Begründung nennt das USDA schwierige Bedingungen in Kanada, wo die Weizenernte unter das Vorjahresniveau fallen könnte. Auch in der Ukraine haben die Amerikaner bisher optimistische Annahmen zur Weizenerzeugung gesenkt.

Das USDA rechnet damit, dass die globale Weizenerzeugung 2011/12 mit 662 Mio. t  nicht ausreicht, um den geschätzten Verbrauch von 670 Mio. t zu decken. Deswegen geht es von einem Abbau der Weizenbestände aus. Für die voraussichtlichen US-Erzeugerpreise in der neuen Saison nennt das USDA eine weite Spanne zwischen umgerechnet 175 bis 210 €/t. (db)
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