Kanadische Mäster fürchten um US-Markt

1

Die obligatorische Kennzeichnung von Fleisch, die in der nächsten Woche in den USA unter der Abkürzung COOL startet, erhitzt die Gemüter kanadischer Rinder- und Schweinehalter. Schlachthöfe in den USA müssen künftig mit dem Programm COOL (Country of Origin Labeling) umfangreicher als bisher kennzeichnen. Gerade für Importe steigen die Auflagen. Deswegen fürchten kanadische Rinderhalter und Schweinemäster, dass Schlachthöfe in den USA künftig eher gar keine kanadischen Tiere verarbeiten als sich mit den umfangreichen Bestimmungen zur Kennzeichnung auseinanderzusetzen. Die kanadische Rinderhaltervereinigung CCA betrachtet die US-Regeln bereits als Verletzung des Freihandels.

Der Handel mit Schlachttieren von Kanada in die USA ist rege. Nach Informationen der kanadischen Statistikbehörde werden bereits 48 Prozent der Schweine, die in den westlichen Provinzen gemästet werden, in den USA geschlachtet. In den östlichen Provizen beträgt der Anteil 14 Prozent. (db)

stats