Das Bundeskartellamt hat das Vorhaben der DMK Eis GmbH, einem Tochterunternehmen der Deutsches Milchkontor GmbH (DMK), die Roseneis-Gruppe zu erwerben, im Hauptprüfverfahren freigegeben. Der geplante Zusammenschluss betrifft die Produktion von Speiseeis in Deutschland, das über die Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels unter deren Eigenmarken vertrieben wird, teilt die Behörde heute mit.  

 „Trotz des sehr hohen und weiter steigenden Konzentrationsniveaus im Bereich Handelsmarkeneis konnte der Zusammenschluss nach eingehender Prüfung freigegeben werden", erklärte Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamts. Dem Lebensmitteleinzelhandel verblieben auch nach der Fusion genügend Spielräume bei der Beschaffung. Zudem gebe es bei der Herstellung von Speiseeis freie Kapazitäten, die für Wettbewerbsdruck sorgten, so Mundt.

DMK hatte im vergangenen November angekündigt, die Mehrheitsbeteiligung an dem Eiskremhersteller Rosen übernehmen zu wollen. Die Roseneis-Gruppe erwirtschaftete 2012 in vier Werken mit etwa 500 Mitarbeitern rund 160 Mio. € Umsatz. Der Umsatz DMK Eis GmbH belief sich im vergangenen Jahr auf rund 140 Mio. €. Zuvor hatte das Unternehmen bereits Anteile am belgischen Eiskremhersteller Glacio übernommen. (sch)
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