Kartellamt hat Preispolitik der Lebensmittelkonzerne im Visier

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Das Bundeskartellamt geht im Lebensmittelhandel gegen den systematischen Verkauf unter Einstandspreis vor. Dem Vernehmen nach sollen konkrete Hinweise auf den ungerechtfertigten systematischen Verkauf von Milchprodukten, Zucker und ähnlichen Erzeugnissen unter Einstandspreis durch die Unternehmen Aldi Nord, Lidl, Plus und Wal-Mart vorliegen, berichtet der Deutsche Bauernverband (DBV), Bonn. Das Bundeskartellamt forderte die Handelsriesen auf, ihre Preispolitik näher zu erläutern. Können sie diese nicht ausreichend begründen, kann die Kartellbehörde für jedes einzelne Unternehmen und Produkt einen Einstandspreis feststellen und den Verkauf unterhalb dieser Schwelle untersagen. Der DBV begrüßt dieses Vorgehen und hofft, dass dem Verfall kaufmännischer Sitten damit ein Riegel vorgeschoben werde. (ED)
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