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Allenfalls nur noch 10 Prozent der Haushalte dürften Kartoffeln über die Wintermonate einlagern. Diese Schätzung veröffentlichte das niedersächsischen Landvolk in seinem jüngsten Pressedienst. Die Einschätzung stimmt mit den Erfahrungen zahlreicher Kartoffelhändler überein, die durch die diesjährige Einkellerungskampagne keine Entlastung des gedrückten Marktes feststellen konnten. Selbst Großküchen und Kantinen gehen laut Landvolk-Pressedienst immer mehr dazu über, ihren Kartoffelbedarf nur noch wochen- oder monatsweise einzukaufen. Als Reaktion auf diese Entwicklung seien auf der Erzeuger- und Handelsstufe verstärkt große Lagerkapazitäten errichtet worden. Gestiegen sei jedoch die Zahl der Verbraucher, die ihre Kartoffeln direkt beim Erzeuger einkaufen. Schätzungsweise ein Drittel des Kartoffelverbrauchs werde über diese Vermarktungsschiene verkauft, wobei sich Wochenendausflügler mit ihrem Monatsbedarf versorgen. (GH)
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