Kartoffelhandel unterstützt privatwirtschaftliche Initiativen

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Das Urteil zum Absatzfonds der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft war zentrales Thema beim Internationalen Kartoffelabend gestern abend in Berlin. Mehr als 350 Gäste aus 13 Ländern trafen sich in der Berliner Akademie der Wissenschaften. Einige Teilnehmer äußerten ihre Bedenken darüber, dass die Marktinformationen der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) nicht mehr zur Verfügung stünden. Der Markt verliere an Transparenz. Häufig wurde der Wunsch geäußert, dieses Marktinformationssystem auf andere Weise weiterzuführen. Eine freiwillige Abgabe aller Unternehmen für solche Aufgaben wurde allerdings für utopisch gehalten.

Die Arbeit der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) wurde rückblickend sehr unterschiedlich beurteilt. Entsprechend werteten manche die Entscheidung als Chance für Unternehmen, ihre eigene Werbung nun zielgerichtet zu platzieren. Andere prophezeiten mit dem Ende der CMA-Unterstützung auch das Aus für einige Veranstaltungen, die bislang kofinanziert worden waren.

Der Deutsche Kartoffelhandelsverband (DKHV) hingegen habe mit dem Internationalen Jahr der Kartoffel 2008 unter Beweis gestellt, dass sich auch auf privatwirtschaftliche Initiative hin vielfältige Marketingmaßnahmen organisieren lassen, wie Kartoffelprojekte für Schulen. (brs)

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