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In Ostdeutschland werden deutlich häufiger Kartoffeln verzehrt als in Westdeutschland. Das stellt die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP), Bonn, in einer Studie zu regionalen Verzehrgewohnheiten in Deutschland fest. Demnach kommen Kartoffelprodukte im östlichen Landesteil bei 45 bis 60 Prozent der Bevölkerung täglich auf den Speisetisch. Im Westen reicht die Spanne von annähernd 36 bis 51 Prozent. Im Bundesdurchschnitt stehen Kartoffelprodukte bei 46 Prozent der Konsumenten täglich auf dem Speiseplan. Der ZMP-Studie zufolge sind Pell-, Salz- oder Folienkartoffeln in Mecklenburg-Vorpommern besonders beliebt. Dort greifen täglich 42 Prozent der Bevölkerung auf diese Art der Zubereitung zurück. Die niedrigsten Werte mit um die 15 Prozent finden sich in Baden-Württemberg und Bayern. Dort werden Kartoffeln als Beilage vermehrt durch Teigwaren wie Nudelgerichte ersetzt.

Als Grundlage für die ZMP-Untersuchung dienten 48.000 Interviews, die in den Jahren 2000 bis 2003 geführt wurden. Die ausführliche Studie "Das Verzehrverhalten der Deutschen nach Regionen" umfasst 35 Seiten und kann über das Internet bezogen werden unter www.zmp.de. Sie kostet als Buch 98,44 € und als pdf-Datei 106,72 €. (ED)

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