Alle 365 Geschichten vom Niederrhein, die die Künstlerin Barbara Schroeder 2017 im Schloss Moyland, Kreis Kleve, erzählt, handeln von der Kartoffel. Sie hat eine wahre Hommage an die Kartoffel geschaffen. Fotostrecken, Gemälde und Porzellanskulpturen haben sich zu „365 – Tales from the Niederrhein“ versammelt. Die Ausstellung im kommenden Jahr plant sie gemeinsam mit dem Schriftsteller Michel Butor. Aktuell sucht sie mit Unterstützung der Kartoffel-Marketing-Gesellschaft (KMG) noch Sponsoren. Der KMG ist es wichtig zu zeigen, welch ein faszinierendes und inspirierendes Motiv die Kartoffel nicht nur für Köche, sondern auch für Künstler ist.



Die in Bordeaux lebende Künstlerin stammt vom Niederrhein und hat sich von der Pflanze, die sie in ihrer Kindheit als Grundnahrungsmittel kennen gelernt hat, inspirieren lassen. Die von ihr gestalteten Kartoffelgeschichten passen jeweils auf ein Rechteck von 18 auf 24 Zentimetern. Sie zeigen die Wandlungsfähigkeit der Knolle, die Schroeder auch als „Sinnbild für unsere Verbindung zur Erde“ beschreibt.


Seit 2009 veröffentlicht Schroeder immer wieder Kreationen, in denen die Kartoffel die Hauptrolle spielt, so etwa Gemälde wie „Feldgold“, welche die verschiedenen Entwicklungsstufen des Gewächses zeigen, oder ein Feld von drei Metern Durchmesser, auf dem 592 handgefertigte, weiße Porzellankartoffeln in Spiralform verteilt sind. Das edle Material beweist, welchen Stellenwert die Knolle in ihren Augen hat: „Eigentlich möchte ich der Kartoffel den Adelstitel zurückgeben, den sie verdient hat“, betont Schroeder.  (brs)
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