Mit zunehmender CO2-Konzentration in der Atmosphäre werden die Erträge im Kartoffelanbau steigen. Andere Kulturen reagieren auf diesen Faktor des Klimawandels weniger positiv.

Untersuchungen der Universität Wageningen lassen niederländische Kartoffelerzeuger auf enorme Ertragszuwächse durch die Veränderungen im globalen Klima hoffen. Denn bis zum Jahr 2050 könnte die CO2-Konzentration in der Atmosphäre um 50 Prozent anwachsen auf 550 ppm. Kartoffelpflanzen setzen das Gas effizient um und könnten damit bis zu 30 Prozent mehr Ertrag bringen, kündigte Forscher Anton Haverkort beim niederländischen Kartoffeltag in Westmaas an.

CO2 gilt Klimaforschern als Treibhausgas, das zu einer globalen Temperaturerhöhung weltweit beiträgt. Diese erhöhte Temperatur könnten die Kartoffelpflanzen ebenfalls in Ertragsssteigerungen um bis zu 20 Prozent umsetzen. Die niederländische Landwirtschaft könnte dann nämlich drei zusätzliche Wochen Vegetation ohne Frost gewinnen.

Abgerundet hat Haverkort das Bild von der goldenen Zukunft des Kartoffelanbaus mit der Aussicht auf eine Phytophthora-resistente Sorte, die seltener oder überhaupt nicht gegen den Pilz behandelt werden muss. Dann könnten Kartoffeln aus den Niederlanden mit einem kleinen CO2-Fußabdruck punkten. (brs)
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