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Von insgesamt 200.000 t Getreide, die in Kasachstan aus der Ernte 2000 für die staatliche Reserve planmäßig erfasst werden sollen, wurden bis Mitte Dezember lediglich 30.000 t angekauft. Dies ist um die Hälfte weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres, teilte der Präsident der Staatlichen Nahrungsmittelanstalt, Nurlan Smagulow, vor Journalisten in Astana mit. Die geringe Bereitschaft der Agrarproduzenten, Getreide an den Staat zu verkaufen, hält Smagulow für eine "normale Erscheinung", die durch Marktreformen im Lande ausgelöst worden sei. Dennoch stellte er klar, dass die restlichen 170.000 bis Mitte Januar erfasst werden müssten. Dazu dürfte die vom Ministerkabinett beschlossene zweite Anhebung des Ankaufpreises, diesmal auf 100,00 US-$/t beitragen. Den landwirtschaftlichen Betrieben, die Getreide an den Staat zu den bis dahin geltenden Preisen zwischen 70,00 US-$/t und 85 US-$/t veräußert hatten, stellte Smagulow Präferenzen bei dessen Ankäufen im Jahr 2001 in Aussicht. (pom)
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