Kasachstan beendet Exporthilfen


Nach einem Jahr mit Getreideüberschüssen steht Kasachstan wieder vor einer kleinen Ernte. Der Transportzuschuss für Exporte wird gestrichen.

Am Mittwoch dieser Woche soll Schluss sein mit der Subvention, hat das Landwirtschaftsministerium in Astana laut dem Informationsdienst APK-Inform entschieden. Der Zuschuss von bis zu 30 US-$/t für Transporte zu den Exporthäfen am Schwarzen Meer war Ende Mai eingeführt worden, um Getreidemengen aus der Rekordernte 2011 außer Landes zu bringen. Jetzt sei eine solche Hilfe nicht mehr ratsam, meint das Ministerium.

In Kasachstan sind die Verhältnisse am Getreidemarkt zur Saison 2012/13 konträr zum Vorjahr. Die kommende Ernte soll nach Einschätzung des Internationalen Getreiderates IGC auf 14,2 Mio. t fallen, darunter 12,0 Mio. t Weizen. Ein Jahr zuvor war fast doppelt so viel Getreide gedroschen worden.

Diese größte Ernte seit dem Jahr 1950 hatte die Lager- und Transportkapazitäten in dem zentralasiatischen Land völlig überfordert. Von der Erntemenge von etwa 26,1 Mio. t sind nach Schätzungen des IGC 11,2 Mio. t im Land verbraucht und 10,9 Mio. t exportiert worden. Das Agrarministerium in Astana nennt für die Saison 2011/12 höhere Exporte von 12,1 Mio. t.

Für die neue Saison 2012/13 rechnet der IGC damit, dass Kasachstan etwa 7,2 Mio. t Getreide am Weltmarkt verkaufen kann, das meiste davon Weizen. Ein Teil der Menge wird aus Vorräten der Vorjahresernte stammen. (db)
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