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In Kasachstan sollen die staatlichen Ankaufpreise für Brotweizen von derzeit 70 bis 75 US-$/t auf 80 bis 85 US-$/t angehoben werden. Wie die für die Ankäufe zuständige nationale Nahrungsmittelanstalt am Dienstag in Astana bekannt gab, habe die Regierung des Landes die Preiserhöhung angesichts der nur schleppenden Erfassungskampagne beschlossen. So seien von insgesamt geplanten 500.000 t bislang lediglich rund 20.000 t Getreide aus der diesjährigen Ernte angekauft worden. Die Ankäufe sollten beschleunigt werden, unter anderem, weil die Nahrungsmittelanstalt Verträge über die Exporte von jeweils 100.000 t Brotgetreide nach Usbekistan und Iran sowie von weiteren 150.000 t in die russische Hauptstadt geschlossen habe. Außerdem bekundeten auch die Türkei, sowie Aserbaidschan und Afghanistan das Interesse an Brotgetreide-Einfuhren aus Kasachstan. Nach vorläufigen Angaben brachten die kasachischen Landwirtschaftsbetriebe in der Saison 2000 insgesamt rund 12 Mio. t Getreide ein, das sind 2,2 Mio. t weniger als im vergangenen Jahr. Der Eigenbedarf des Landes wird offiziell auf 7,0 Mio. t bis 7,5 Mio. t beziffert. (pom)
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