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Zur Optimierung und Diversifizierung der pflanzlichen Erzeugung hat das kasachische Landwirtschaftsministerium die Agrarproduzenten aufgerufen. Dem Ressort zufolge herrschten bei Letzteren oft veraltete Vorstellungen über den Marktbedarf. So würden immer noch überwiegend russische Sorten von Weizen angebaut, die im Vergleich zu heimischen Sorten zwar ertragsreicher seien, der Qualität nach denen jedoch unterlägen. Derzeit sei aber Qualität von Getreide eine wichtigere Voraussetzung für den Absatzerfolg als Menge. Außerdem, so das Ministerium, werde das Agrarpotenzial des Landes ineffizient genutzt, indem die meisten Landwirtschaftsbetriebe einseitig auf die Produktion von Weizen und Futterkulturen eingestellt seien. Gleichzeitig liege der Anteil zum Beispiel von Ölsaaten an gesamten Anbauflächen bei lediglich 3,6 Prozent, von Kartoffeln bei 1 Prozent und von Zuckerrüben bei 0,1 Prozent. Nun dürfte in den kommenden Jahren die Erweiterung der Produktionspalette der Betriebe vorangetrieben werden. Angestrebt werde unter anderem eine Verdoppelung der bislang bei rund 100.000 ha liegenden Anbauflächen von Mais oder die Ausweitung der von Ölsaaten um ein Drittel auf rund 1 Mio. ha.(pom)
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