Kasachstan will vom gemeinsamen GUS-Getreidemarkt profitieren

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Die vom Agrarrat der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) kürzlich angekündigte Schaffung eines gemeinsamen Getreidemarktes ist in Kasachstan auf großes Interesse gestoßen. Das berichtet der Pressedienst des russischen interregionalen Getreidehandelssystems MTS Zerno unter Berufung auf die kasachische Nahrungsmittelanstalt. In der vergangenen Zeit, so MTS Zerno, sei die Tendenz zur Umorientierung des kasachischen Getreideexports auf die asiatischen Länder wie Afghanistan, Iran und Tadschikistan nicht übersehen worden. Die Entscheidung des GUS-Agrarrates eröffne für das Land nun die Perspektive einer stabilen Entwicklung der Getreidewirtschaft. Dazu gehöre die Teilnahme am geregelten Markt mit recht umfangreichen Umsätzen und vorhersehbaren Preisen.

Mit Hinblick darauf werde derzeit in der kasachischen Stadt Aktau am Kaspischen Meer die Errichtung eines Getreideterminals voran getrieben, nachdem zwischen diesem Hafen und dem russischen Astrachan kürzlich eine Fährverbindung eingerichtet wurde. Der Anteil des kasachischen Getreides an den gesamten russischen Getreideimporten beläuft sich Angaben des Handelssystems zufolge auf bis zu 80 Prozent. Kasachstan kann jährlich zwischen einem Drittel und der Hälfte der gesamten Getreideernte exportieren. (pom.)
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