“Das waren mit die schwierigsten Verhandlungen in der 20-jährigen Geschichte der Organisation,” sagte Finnlands Botschafter Vesa Himanen laut der Webseite euronews.com. Himanen ist Vorsitzender der WTO-Arbeitsgruppe, die den Vertrag mit Kasachstan ausgehandelt hat. Das Land hat unter anderem zugesichert, die bürokratischen Hürden für ausländische Firmen im Bereich Telekommunikation und Pharma abzubauen sowie Importzölle herunterzufahren.  Kasachstans Parlament hat nun bis zum 31. Oktober Zeit, den Vertrag mit der WTO formal zu ratifizieren. Die ölreiche Republik wird das 162. Mitglied der WTO.

Kasachstan wird seit einem Vierteljahrhundert von Nursultan Nasarbajew regiert. Der autoritäre Präsident erhofft sich von der WTO-Mitgliedschaft einen besseren Zugang zu den Weltmärkten und will mehr internationale Investoren anziehen. Vor allem will das Land die Abhängigkeit von Energieexporten minimieren. Derzeit liegt der Exportanteil von Benzin und Gas bei 80 Prozent. Der Einbruch des Ölpreises hat die Ex-Sowjet-Republik deshalb empfindlich getroffen, auch wenn sich die Talfahrt inwzischen verlangsamt hat. Zudem ist Russland wichtigster Handelspartner des Landes; Russland kämpft mit einer schwächelnden Wirtschaft und dem Verfall seiner Währung. (az)
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