Nach den unverzüglich begonnen Erhebungen durch die Sachverständigen der Österreichischen Hagelversicherung zeigt sich ein erstes Schadensausmaß aufgrund der Spätfrostschäden. „Insgesamt rechnen wir mit einem Gesamtschaden in der Landwirtschaft von deutlich über 200 Mio. €. Innerhalb der letzten 72 Stunden sind mehr als 1.400 Schadensmeldungen bei der Österreichischen Hagelversicherung eingegangen", sagt Kurt Weinberger, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Hagelversicherung dem AIZ Wien.

„Auf einer Fläche von mehr als 50.000 ha - das entspricht etwa der Ackerfläche Kärntens - sind insbesondere Wein-, Obst- und Ackerkulturen wie Kürbis, aber auch Spezialkulturen wie Christbäume und Spargel massiv geschädigt. Am schwersten betroffen ist die Steiermark gefolgt vom Burgenland und Niederösterreich. Insbesondere im Wein- und Obstbau kann das exakte Schadensausmaß jedoch erst in einigen Wochen definitiv festgestellt werden", erläutert der Vorstandsvorsitzende.

Um den betroffenen Landwirten rasche Hilfe zukommen zu lassen, seien 50 Sachverständige derzeit im Dauereinsatz, um die Schäden zu erheben. Erste Schadensauszahlungen für durch Schneedruck beschädigte Hagelnetze erfolgten sofort. Rasche Hilfe soll den Wiederaufbau der rund 200 betroffenen Hagelnetzanlagen ermöglichen. (az)
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