Legehennen

Kaufland verzichtet auf Schnabelbehandlung

Die Eier stammen von dem niederländischen Produzenten Kwetters Eierhof, berichtet die Lebensmittelzeitung. Ein 6er-Pack der Eier aus Freilandhaltung kostet 1,15 €. Bisher werden die Schnabelspitzen von Legehennen, Masthühnern und Puten kurz nach der Geburt mit einem Laserstrahl abgetrennt. So soll in den Beständen Kannibalismus und Federpicken reduziert werden. Laut Kaufland hat Kwetters verschiedene Maßnahmen ergriffen, um dieses zu vermeiden. So werden die Hennen durch selbständige Futtersuche beschäftigt, Mineralsteine dienen der Befriedigung des Pickimpulses.

Niedersächsisches Modellprojekt

Bereits seit Januar bietet Edeka Minden-Hannover Eier von Hennen mit unbehandelten Schnäbeln an. Wie auch Rewe beteiligt sich das Unternehmen an einem Modellprojekt des niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums. Niedersachsen plant, ab dem Jahr 2017 das Kürzen der Schnäbel zu verbieten. Unter den Geflügelhaltern ist das Vorhaben umstritten, weil befürchtet wird, dass trotz vorbeugender Maßnahmen und eines angepassten Managements die Tierverluste durch Kannibalismus zunehmen. (SB)

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