Der Zuwachs im US-Markt für Ökoprodukte ist seit 1990 in jedem Jahr im zweistelligen Prozentbereich gewachsen. So sei im vergangenen Jahr ein Umsatz von 43,3 Mrd. US-$ in den USA erzielt worden, sagte Monique Marez von der Organic Trade Association (OTA) heute in Berlin. Noch 1997 habe der Umsatz nur 3.6 Mrd. US-$ umfasst, so Marez anlässlich einer Informationsveranstaltung in der US-Botschaft. Auch weiterhin sei von einem dynamisch wachsenden Markt auszugehen. Allein im Jahr 2015 habe der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr 4,2 Mrd. US-$ betragen. Mehr als 90 Prozent der Verkäufe entfallen auf Nahrungsmittel.

Eine vollständige gegenläufige Entwicklung ist dabei für den Anteil der Verkäufe aus Deutschland zu verzeichnen, führte Bob Anderson, Berater der OTA aus. Lag der Anteil aus Deutschland noch im Jahr 2011 bei rund 7 Mio. und 2013 sogar bei rund 9 Mio. US-$, so fiel in den Folgejahren deutlich ab und lag 2015 nur noch bei gut 2. Mio. US-$. Das Produkt mit dem größten Anteil von gut 1 Mio. US-$  war dabei Kaffee mit dem Öko-Siegel.

Als Gründe für die abnehmenden Handelsbeziehungen werden Unklarheiten in den jeweils geltenden Standards für Ökoprodukte genannt. Dazu trage nach Aussage von Teilnehmern auch die immer noch nicht abgeschlossene Reform der EU-Ökoverordnung bei. (jst)
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