Vion Food Group

Kein Ausverkauf geplant

Spekulationen um süddeutsche Schlachthöfe
-- , Foto: Udo Böhlefeld / pixelio.de
Spekulationen um süddeutsche Schlachthöfe

Auf Anfrage von agrarzeitung.de sagten Vertreter der Vion Food Group, ein Verkauf der deutschen Schlachthöfe stehe nicht zur Diskussion. Dass der niederländische Schlachtkonzern beabsichtige, seine 34 Produktionsstätten in Deutschland zu verkaufen, stand am Wochenende in der niederländischen Zeitung "Financieele Dagblad" und hat für entsprechendes Aufsehen gesorgt. Als Ursache nennt das Wirtschaftsblatt vor allem finanzielle Probleme. Für die Sanierung und Umstrukturierung des Konzerns fehle das Geld und die Banken wollten keine weiteren Kredite mehr bewilligen, heißt es dort.

Führungskräfte von Vion bezeichnen diese Meldung als "reine Phantasie ohne jeden realen Hintergrund". Vielmehr werde Vion die Investitionen in den kommenden Monaten und Jahren wie geplant durchführen.

Das operative Geschäft laufe gegenwärtig im Rindersektor insgesamt recht gut. Bei Schweinen gebe es zwar die bekannten Probleme, die vor allem durch die Schwierigkeiten mit Russlands Importstopp begründet werden, doch auch hier sei die Lage keinesfalls dramatisch. Im Übrigen sei die gesamte Branche davon betroffen.

Jedenfalls legen Unternehmensvertreter wert auf die Aussage, dass auch 2015 die Konsolidierung bei Vion fortgeführt werde. Im Mittelpunkt stehe dabei die Fokussierung auf Lebensmittelsicherheit und Qualität in Kombination mit einer Verbesserung der operationellen und kommerziellen Betriebsführung. Der Konzernumsatz von Vion lag 2013 bei rund 7 Mrd. €. Nach dem Verkauf der Ingredients-Sparte lag das Konzernvermögen bei 425 Mio. € und die Eigenkapitalquote über 40 Prozent. (HH)
stats