Auf Hawaii haben die USA mit elf weiteren Pazifikanrainerstaaten über die so genannte Transpazifische Partnerschaft (TPP) verhandelt – vorerst ohne Erfolg. Die Handelsminister konnten sich erneut nicht einigen, und gingen nach vier Tagen ohne Ergebnis auseinander, berichteten mehrere Nachrichtenagenturen.

Es gebe noch eine „begrenzte Anzahl Probleme“, die gelöst werden müssten, zitierte dpa-AFX US-Chefverhandler Michael Froman und dessen Amtskollegen aus einer gemeinsamen Stellungnahme. Seit zwei Jahren laufen die Verhandlungen. Neben der Autobranche zählt laut Australiens Unterhändler Andrew Robb vor allem die Landwirtschaft zu den Streitpunkten. Australien besipielsweise fordert einen verbesserten Zugang für Zucker auf den US-Markt.

Besserer Zugang zum US-Milchmarkt gefordert

In Neuseeland haben die Landwirte nun an ihre Regierung appelliert, am Abschluss von TPP festzuhalten. Vor allem die Milchproduzenten hoffen auf bessere Exportchancen, berichtet die Nachrichtenagentur Dow Jones News. Die USA und Kanada sollen im Zuge des Abkommens ihre Importbeschränkungen für Milcherzeugnisse abbauen, fordern die Verhandlungspartner.

Nach Schätzungen des Brookings-Instituts würde TPP der US-Wirtschaft ein jährliches Plus von 77 Milliarden $ (70 Milliarden €) und der japanischen Wirtschaft ein Plus von 105 Milliarden $ (95 Milliarden €) bescheren, schreibt die Nachrichtenagentur dpa. Auch Vietnam und Malaysia würden mit einem zusätzlichen Wachstum von zehn beziehungsweise sechs Prozent deutlich profitieren. Die zwölf TPP-Länder machen rund 40 Prozent der Weltwirtschaft aus. Nicht mit dabei ist China. Das Land ist dabei, ein eigenes Pazifik-Freihandelsabkommen aufzubauen. (az)
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