Milchmarkt

Kein Grund zur Entwarnung


Die derzeitige Situation am Milchmarkt gibt nach Ansicht des Verbandes Milchwirtschaft noch keinen Grund zur Entwarnung. Die Nachfragerückgänge aus China und Russland sowie die weltweiten Produktionssteigerungen wegen der anhaltend guten globalen Preissituation bei Milchprodukten in den Jahren 2013/14 bleiben die bestimmenden Faktoren.

Die zahlreichen Vorschläge, wie die Länder und die EU helfend eingreifen könnten, sind genau zu prüfen, damit nicht am Ende mehr Schaden als Nutzen entsteht oder falsche Hoffnungen geschürt werden. Die Möglichkeiten seien durch das EU-Recht ohnehin begrenzt, gibt der VBPM zu bedenken.

Positiv ist nach Ansicht des Verbandes zu sehen, dass es in der Branche bisher keine einseitigen Schuldzuweisungen gibt und dass allen Beteiligten klar ist, dass mit der Liberalisierung des Milchmarktes auf der einen Seite bessere Chancen am Markt und auf der anderen Seite wachsende Schwankungsbreiten entstehen. „Prognosen, die von weiterhin sinkenden Preisen und von einem Zuviel an Milch sprechen, erschweren eine Beruhigung des Marktes zusätzlich“, so die Geschäftsführerin VBPM, Susanne Nüssel. Die Branchenteilnehmer stehen in der Pflicht, die Vorgaben der Beschlüsse zur Gemeinsamen Agrarpolitik in der EU zu beachten und ihre Forderungen daran auszurichten. Lange Zeit standen die verlässlichen Rahmenbedingungen und der Rückzug der Politik im Vordergrund, das dürfe auch in diesen schwierigen Zeiten nicht vergessen werden. (HH)
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