Die LBD Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft eG, Damme,
steht im Verdacht, ihre Lieferlisten nicht vollständig den Behörden offengelegt zu haben.  Die Genossenschaft in Damme sei kein "schwarzes Schaf", erklärte heute der agrarpolitische Sprecher Friedrich Ostendorff, Bündnis 90/Die Grünen. Das Agrarhandelsunternehmen sei QS-zertifiziert und Mitglied des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV). Ostendorff verlangte von den Verantwortlichen eine genaue Aufklärung der Vorfälle.

Gestern war bekannt geworden, dass die Landwirtschaftliche Bezugsgenossenschaft Dioxin-belastetes Fett bezogen hatte, aber erst auf Druck des Agrarministeriums in Hannover die vollständigen Lieferlisten von Futtermitteln weitergeleitet hatte. Damit könnten Eier zehn Tage lang noch ausgeliefert worden sein, vermutet das Bundesagrarministerium (BMELV). Die Staatsanwaltschaft Oldenburg ließ Räume des Unternehmens in Damme, Sulingen und Steinfeld durchsuchen.

Das Futter ging laut BMELV an mehr als 900 Betriebe in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Bayern. Der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft betont, Hähnchen-, Puten- und Enten-Haltung seien nicht betroffen. Diese Feststellung trifft der ZDG, da das Futtermittelwerk in Damme kein Mischfutter für die Aufzucht von Geflügel zur Geflügelfleischerzeugung herstelle. (da)

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