Kein Preisverfall bei Frühkartoffeln

Die deutschen Kartoffelerzeuger können verhalten optimistisch in die anlaufende Kartoffelkampagne sehen. Experten rechnen nicht mit einem Preisverfall. Importe von Kartoffeln aus Ägypten, Israel und Spanien waren und sind nicht mehr drängend am Markt vertreten.

„Mit einem wesentlichen Druck aus den Herkunftsländern am Mittelmeer ist in diesem Jahr nicht mehr zu rechnen", stimmte Christoph Hambloch, Geschäftsführer der Bundesvereinigung Erzeugergemeinschaften Kartoffeln, Bonn, Landwirte im pfälzischen Mutterstadt auf die begonnene Frühkartoffelkampagne ein. Die restliche Ware aus Ägypten, Israel und Spanien sei überwiegend vertraglich gebunden. Sie werde den deutschen Markt kaum noch stören.

Für die dritte Juniwoche rechnet Hambloch mit einem größeren Angebot an Frühkartoffeln aus der Pfalz.  Gleichzeitig werde sich das Interesse des Lebensmitteleinzelhandels auf dieses Angebot verlagern. Anschlusssorten würden in diesem Jahr wegen der kühlen Witterung ebenfalls in geordneten Verhältnissen und nach und nach an den Markt gelangen. Im Moment liegen die Preise für Frühkartoffeln in der Pfalz bei  45,00 €/100 kg gesackt für vorwiegend festkochende und mit 50,00 € für festkochende Sorten.

Wenn die Preise auch in der kommenden Woche aller Voraussicht nach noch einmal reduziert werden, sei mit einem deutlichen Preisverfall nicht zu rechnen. Lediglich bei den Verarbeitungskartoffeln für Pommes Frites sei das Angebot an Lagerware  aus der alten Ernte noch reichlich und drücke deutlich auf den Markt.  (dg)
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