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Ab dem 1. März 2001 dürfen auf landwirtschaftlichen Betrieben verendete Tiere nicht mehr zu Tiermehl verarbeitet und anschließend verfüttert werden. Dies hat der Ständige Veterinärausschuss am Mittwoch in Brüssel beschlossen. Die EU-Kommission hatte dies schon länger vorgeschlagen. Wegen der wieder heftig entfachten Debatte über BSE und Tiermehle wurde die Entscheidung nun vorgezogen. Außerdem hat der Ständige Veterinärausschuss die politischen Vorgaben des Agrarministerrates vom Dienstag in Brüssel zur Ausweitung von BSE-Tests umgesetzt. Ab dem 1.1.2001 sollen in der EU alle notgeschlachteten Rinder ab einem Alter von 30 Monaten auf BSE hin untersucht werden. Ab dem 1. Juli 2001 kommen alle anderen Rinder ab 30 Monaten hinzu, also jene, die auf den Schlachthöfen zum Verzehr freigegeben wurden. Nur wenn in der ersten Testphase kein BSE gefunden wurde und falls der Ständige Veterinärausschuss zustimmt, dürfen einzelne Mitgliedstaaten die flächendeckenden Tests in der zweiten Phase einschränken.
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