Die Konsumenten in Deutschland seien weit davon entfernt, ein Volk von Vegetariern zu werden, berichtet die Vion Food Group heute. Auf der Grundlage einer Langzeitstudie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und Vion halten 73 Prozent der Befragten Fleisch für eine unentbehrliche Komponente der Ernährung, heißt es in der Mitteilung. Dieses Ergebnis sei seit Jahren unverändert.

Wenn die Möglichkeit bestehe, würden sich drei Viertel der Deutschen für heimisches Fleisch entscheiden, war ein weiteres Ergebnis der Studie. Und 60 Prozent hätten erklärt, für Regionalität auch mehr Geld auszugeben. Einen zunehmenden Stellenwert würden Faktoren wie tiergerechte Haltung, der Transport sowie die Behandlung des Nutzviehs erhalten.

Die Marktanalyse Fleisch habe ebenfalls ergeben, dass der Nischenmarkt Biofleisch auf ein steigendes Interesse stoße. So hätten 29 Prozent der Befragten geantwortet, Biofleisch zu bevorzugen, wenn sie die Wahl hätten. Im Jahr 2013 waren es noch 27 Prozent, 2007 nur 23 Prozent. Nach Erhebungen der GfK seien im vergangenen Jahr 3,7 Prozent mehr Biofleisch abgesetzt worden als im Jahr zuvor.

Nach Angaben von Vion ist die Zahl der bekennenden „Fleischfans“ gestiegen. Danach hätten 35 Prozent der Befragten geäußert, bei ihrem täglichen Nahrungsmittelverbrauch auf Fleisch nicht verzichten zu wollen. Sieben Jahre zuvor seien dies nur 30 Prozent gewesen. Allerdings hätten auch 50 Prozent gesagt, sie würden weniger Fleisch essen als in früheren Jahren. Dieser Anteil sei so hoch wie nie zuvor. (jst)  
stats