Kein Zweifel an BSE-Infektionswegen


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BSE wird durch ein Prion unbekannten Ursprungs hervorgerufen und durch verunreinigte Futtermittel übertragen. Es gebe keinen Grund, an den bisher angenommenen Infektionswegen zu zweifeln, erklärte der Wissenschaftliche Lenkungsausschuss der EU-Kommission am Mittwoch in Brüssel. In geringem Maße werde BSE auch durch das Muttertier an das Kalb weitergegeben. Alternativhypothesen eines "dritten" Übertragungsweges konnten bisher nicht wissenschaftlich untermauert werden, meint der Lenkungsausschuss. Die sechs Fälle von BSE bei Rindern im Vereinigten Königreich, die nach dem Verfütterungsverbot von Tiermehl im Jahr 1996 geboren wurden, seien kein Anlass, von einem höheren Risiko auszugehen, als bisher angenommen. Die Wissenschaftler der Kommission halten folglich die inzwischen wieder zugelassenen Rindfleischexporte aus England weiterhin für gerechtfertigt. Frankreich verweigert dagegen Rindfleischeinfuhren aus England mit dem Argument, man wisse noch zu wenig über die Übertragungswege der Krankheit. (Mö)
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