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In Bulgarien bestünden derzeit keine Defizite an Getreide, beteuerte der Landwirtschaftsminister des Landes, Vencislav Varbanov, am vergangenen Mittwoch vor Journalisten in Sofia. "Mit Verwunderung" betrachte Varbanov die Versuche, Weizenpreise in die Höhe zu treiben. Die sich seit einigen Jahren wiederholenden Anstrengungen bestimmter Kreise, zum einen und demselben Zeitpunkt Erschütterungen am Getreidemarkt herbeizuführen, könnten in dieser Saison keinen Erfolg haben, meint der Minister. Ihm zufolge beliefen sich die nationalen Vorräte an Weizen auf insgesamt mindestens 575.000 t. Darüber hinaus seien bestimmte Mengen an Getreide als staatliche Reserve angelegt worden, erstmals seit zehn Jahren im vorgesehenen Umfang. Rund 275.000 t Weizen befänden sich in den öffentlich beauftragten Speichern und dürften demnächst auf dem Markt angeboten werden. Unter Berufung auf die Sofioter Zollbehörde gab Varbanov bekannt, dass Bulgarien bislang fast 488.300 t Weizen aus der Ernte 2000 exportiert hat. Derzeit seien die Exporte angesichts der Abschwächung des US-Dollars und des hohen Interesses der Händler an Verkäufen am Binnenmarkt praktisch zum Erliegen gekommen. Die Ausfuhr von insgesamt bis zu 500.000 t Weizen würde jedoch nach Auffassung von Varbanov die heimische Getreidebilanz nicht gefährden. (pom)
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